Bis zu 25.000 Euro Zuschuss: KI-Förderung für KMU aus NRW
- Braincode Consulting

- 14. Aug.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 2 Tagen
Mit „NRW.BANK.Impuls KI“ können mittelständische Unternehmen in Nordrhein-Westfalen den Einsatz künstlicher Intelligenz systematisch vorbereiten und konkrete KI-Anwendungen unter realen Bedingungen testen.

Künstliche Intelligenz eröffnet Unternehmen neue Möglichkeiten, Prozesse zu verbessern, Wissen gezielter zu nutzen und Mitarbeitende bei anspruchsvollen Aufgaben zu unterstützen. Damit daraus tragfähige Investitionen entstehen, braucht es Klarheit: Welche Anwendungen schaffen einen konkreten Nutzen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Und wie bewährt sich eine ausgewählte Lösung im eigenen Unternehmen?
Genau hier setzt das neue Förderprogramm „NRW.BANK.Impuls KI“ an. Ab dem 17. August 2026 können kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen einen Zuschuss von bis zu 25.000 Euro beantragen. Gefördert werden 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben für externe Beratungs-, Entwicklungs- und Testleistungen. Das Mindestvolumen eines Vorhabens beträgt 10.000 Euro netto.
Ziel der Förderung ist es, die Entscheidungsgrundlage für Investitionen in künstliche Intelligenz zu verbessern und eine erfolgreiche Einführung von KI-Systemen vorzubereiten.
Zwei Fördermodule – vom Konzept bis zum Praxistest
Das Programm besteht aus zwei Modulen, die einzeln oder gemeinsam beantragt werden können.
Modul A: KI-Konzeptberatung
Im ersten Modul entwickeln Unternehmen gemeinsam mit einem qualifizierten Beratungsunternehmen eine fundierte Grundlage für den Einsatz von KI. Förderfähige Inhalte sind unter anderem:
die Identifikation unternehmensspezifischer Anwendungsfelder,
die Definition und Priorisierung konkreter KI-Anwendungsfälle,
die Bewertung technischer und organisatorischer Voraussetzungen,
der Aufbau geeigneter Strukturen und Prozesse für das Management von KI,
die Gestaltung eines verantwortungsvollen KI-Einsatzes,
konkrete Empfehlungen für die nächsten Schritte.
Damit verbindet das Förderprogramm strategische Zielsetzungen mit den tatsächlichen Prozessen, Informationen und Arbeitsweisen des Unternehmens. Aus allgemeinen Möglichkeiten entstehen priorisierte Anwendungsfälle und ein nachvollziehbarer Fahrplan.
Modul B: Test von KI-Systemen
Das zweite Modul ermöglicht einen zeitlich begrenzten Praxistest. Gefördert werden sowohl die Entwicklung eines funktionsfähigen KI-Prototyps als auch die testweise Implementierung eines bereits verfügbaren KI-Systems.
Vor Beginn werden der Anwendungsfall, die erwarteten Ergebnisse und geeignete Testkriterien festgelegt. Anschließend wird geprüft, ob das System den angestrebten Nutzen erreicht und die Anforderungen des Unternehmens erfüllt. Die Ergebnisse fließen in eine Handlungsempfehlung für das weitere Vorgehen ein.
Für einen Anwendungsfall können auch mehrere KI-Systeme getestet und miteinander verglichen werden. Dadurch erhalten Unternehmen eine belastbare Grundlage für die Auswahl und spätere Einführung einer geeigneten Lösung.
KI-Investitionen strukturiert vorbereiten
Das Förderprogramm greift eine zentrale Herausforderung vieler mittelständischer Unternehmen auf: Die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz sind vielfältig, während Nutzen, Aufwand, Voraussetzungen und Risiken immer vom konkreten Einsatzkontext abhängen.
Eine fundierte Vorbereitung betrachtet deshalb mehrere Ebenen gleichzeitig:
Welcher Geschäfts- oder Arbeitsprozess soll verbessert werden?
Welchen messbaren Beitrag kann KI leisten?
Welche Informationen und Daten werden benötigt?
Wie fügt sich die Lösung in die vorhandene digitale Umgebung ein?
Welche Rollen, Verantwortlichkeiten und Regeln sind erforderlich?
An welchen Kriterien lässt sich der Erfolg erkennen?
„KI-Projekte gewinnen an Wirkung, wenn Unternehmen Prozesse, Informationen, Verantwortlichkeiten und den erwarteten Nutzen gemeinsam betrachten. Das neue Förderprogramm schafft einen guten Rahmen, um aus Möglichkeiten konkrete, wirtschaftlich bewertbare Anwendungen zu entwickeln“, erklärt Dr. Tim A. Heyner, Geschäftsführer der Braincode Consulting GmbH.
Was wird gefördert?
Förderfähig sind insbesondere externe Beratungs-, Entwicklungs- und Testleistungen. Im Rahmen eines KI-Tests können in begrenztem Umfang außerdem erforderliche Softwarelizenzen, Testinfrastrukturen und die Miete zusätzlicher Hardware berücksichtigt werden.
Die Förderung konzentriert sich auf die Vorbereitung und Erprobung von KI-Anwendungen. Die anschließende dauerhafte Implementierung und der operative Betrieb bilden eine eigenständige Investitionsphase, für die gegebenenfalls weitere Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten genutzt werden können.
Die Projektlaufzeit soll grundsätzlich sechs Monate nicht überschreiten. Der Zuschuss wird nach Abschluss des Vorhabens auf Grundlage der bezahlten Rechnungen und des eingereichten Verwendungsnachweises ausgezahlt.
Wichtig für die Planung: Das Vorhaben darf grundsätzlich erst nach Erteilung des Bewilligungsbescheids begonnen und verbindlich beauftragt werden.
Wie Braincoder.AI Unternehmen unterstützt
Wir begleiten Sie von der ersten Orientierung bis zur belastbaren Entscheidung über den Einsatz einer KI-Lösung.
Im Rahmen unserer AI-Readiness-Leistungen analysieren wir gemeinsam mit dem Unternehmen geeignete Anwendungsfelder, priorisieren konkrete Use Cases und bewerten die erforderlichen organisatorischen, prozessualen und digitalen Voraussetzungen. Dabei berücksichtigen wir insbesondere die vorhandene Microsoft-Umgebung, Informations- und Datenstrukturen sowie Anforderungen an Governance und verantwortungsvolle KI-Nutzung.
Im AI Process Lab überführen wir ausgewählte Anwendungsfälle in einen strukturierten Praxistest. Gemeinsam definieren wir Ziele und Qualitätskriterien, erproben geeignete Systeme und bewerten deren Nutzen, Integrationsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit. Das Ergebnis ist eine nachvollziehbare Entscheidungsvorlage für die weitere Umsetzung.
So entsteht ein durchgängiger Weg von der ersten Idee über das tragfähige Konzept bis zum erprobten KI-Anwendungsfall.
Förderung frühzeitig vorbereiten
Anträge können ab dem 17. August 2026 ausschließlich über das Kundenportal der NRW.BANK gestellt werden. Für das erste Programmjahr steht ein begrenztes Fördervolumen zur Verfügung. Eine frühzeitige Vorbereitung des Vorhabens, der Leistungsbeschreibung und der erforderlichen Unterlagen ist daher empfehlenswert.
Sie möchten prüfen, ob Ihr geplantes KI-Vorhaben grundsätzlich zum Förderprogramm „NRW.BANK.Impuls KI“ passt?
Gemeinsam konkretisieren wir Ihren Anwendungsfall und entwickeln eine tragfähige Grundlage für Ihre Förderanfrage und die nächsten Schritte auf dem Weg zur wirksamen KI-Nutzung.
